Vorsteuerrückerstattung 2008

Unternehmer, die in einem Mitgliedstaat der EU weder Sitz noch Betriebsstätte haben und keine lokalen Umsätze getätigt haben, können abzugsfähige Vorsteuern im Erstattungsverfahren zurückfordern. Die Frist zur Geltendmachung von im Jahr 2008 gezahlten Vorsteuern endet am 30. Juni 2009. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen folgende Unterlagen im Original bei der zuständigen Behörde eingelangt sein:

  • Antragsformular;
  • Rechnungen;
  • Unternehmerbescheinigung des Sitzfinanzamtes des Unternehmers (in der Regel nicht älter als ein Jahr);
  • Fragebogen bei erstmaliger Antragstellung.

Zu beachten sind insbesondere die folgenden Punkte:

  • Die Frist zur Einreichung des Antrags auf Vorsteuerrückerstattung ist eine nicht verlängerbare Ausschlussfrist.
  • Der Antrag auf Vorsteuererstattung muss in vielen Ländern (etwa in Deutschland) von den Inhabern des Unternehmens bzw. von den Geschäftsführern oder Vorstandsmitgliedern einer Kapitalgesellschaft in ausreichender Anzahl (firmenmäßig) eigenhändig unterschrieben sein. Prokuristen oder der steuerliche Vertreter sind diesfalls nicht zeichnungsberechtigt.
  • Andere länderspezifische Besonderheiten (z.B. das Einreichen von Zahlungsnachweisen, das Ausfüllen des Antrages in der Landessprache etc.) müssen beachtet werden.
  • Werden die Antragsvoraussetzungen nicht eingehalten, wird der Antrag auf Vorsteuererstattung oft ohne Erteilung eines Verbesserungsauftrages abgewiesen. Die Vorsteuern des betreffenden Jahres sind dann verloren.

Um eine negative Erledigung des Antrages im jeweiligen Land zu vermeiden, empfiehlt es sich jedenfalls, vor Antragstellung die länderspezifischen Besonderheiten im Antragstaat zu erfragen.