Mehr Klarheit für Körperschaften durch Fonds-Melde-VO 2015

Mit der am 6. Juni 2016 in Kraft getretenen Fonds-Melde-VO 2015 wurde die Veröffentlichung der steuerpflichtigen Erträge aus in- und ausländischen Investmentfonds neu geregelt und umfangreich geändert. Die Bestimmungen sind vor allem für Körperschaften von besonderem Interesse.

Wesentliche Änderungen auf einen Blick:

  • Anpassung Meldeumfang in- und ausländischer Investmentfonds
  • Körperschaften profitieren vom neuen Detaillierungsgrad
  • Daten zur Rückerstattung auslän­discher Quellensteuern leichter zugänglich

Entsprechend der bisherigen Fonds-Melde-VO 2012 wurde für inländische Investmentfonds ein detaillierter Nachweis der steuerrelevanten Daten („Steuerseite“) veröffentlicht. Diese Steuerseite enthielt unter anderem Informationen zu rück- und anrechenbaren Quellensteuern auf die Erträge des Fonds pro Land. Für ausländische Fonds war die Veröffentlichung dieser steuerlichen Detailinformationen nicht vorgesehen.

Die Fonds-Melde-VO 2015 bringt nun ein einheitliches Meldeschema für in- als auch ausländische Investmentfonds im Geltungsbereich. Das Format ist der bisherigen „Steuerseite“ bei inländischen Investmentfonds nachgebildet. Auch bei ausländischen Meldefonds sind nunmehr detaillierte Informationen zu den vom Fonds erwirtschafteten Dividenden- und Zinserträgen pro Land bzw. den rück- und anrechenbaren Quellensteuern verfügbar. Die Steuerdaten sind auf der Website der OeKB zugängig. Durch die detaillierte Meldung können Kapitalgesellschaften zukünftig auch für ausländische Investmentfonds steuerfreie und steuerpflichtige Dividendenerträge der Veröffentlichung entnehmen. Die steuerpflichtigen bzw. -befreiten Erträge können anschließend entsprechend in die Körperschaftsteuererklärung aufgenommen werden.

Ihre PwC-Experten unterstützen Sie gerne bei der korrekten steuerlichen Erfassung Ihrer Investmentfonds. Wir haben den Durchblick, welche Meldedaten für in- und ausländische Investmentfonds für Ihre Steuererklärung von Relevanz sind.