Salzburger Steuerdialog zum Beteiligungsverkauf unter Dividendenvorbehalt

Dem Salzburger Steuerdialog 2013 zufolge entscheidet bei vorbehaltenen Dividenden der Zeitpunkt des Gewinnausschüttungsbeschlusses über die steuerliche Behandlung als Dividende oder Teil des Kaufpreises.

Verkauft eine Kapitalgesellschaft eine Beteiligung unter Vorbehalt der Dividende, stellt sich die Frage, ob die später ausgeschüttete Dividende an den Veräußerer für steuerliche Zwecke als Teil des Kaufpreises (steuerwirksam) oder als Dividende (idR steuerbefreit) zu behandeln ist. Der VwGH und ihm folgend die KStR 2013, Rz 1168 qualifizieren den späteren Dividendenfluss als Teil des Kaufpreises, wenn ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Verkauf besteht. Der Salzburger Steuerdialog konkretisiert den unmittelbaren Zusammenhang zur Veräußerung nun wie folgt: Liegt im Verkaufszeitpunkt kein Gewinnverteilungsbeschluss vor, steht die vorbehaltene Dividende in offenkundigem Zusammenhang mit dem Verkauf und stellt in wirtschaftlicher Betrachtungsweise einen Teil des Kaufpreises dar. Eine Dividende liegt gesellschaftsrechtlich und steuerrechtlich erst vor, wenn der Beschluss auf Gewinnausschüttung vorliegt. Wurde der Beschluss auf Verteilung des Gewinns vor Veräußerung der Anteile gefasst, liegt eine Dividende vor, die § 10 KStG zugänglich ist. Dem Salzburger Steuerdialog zufolge kommt es nur auf das Vorliegen des Gewinnausschüttungsbeschlusses an.