Zollrecht: EU-Kommission plant Abschaffung des Vorerwerbspreiskonzeptes

Seit längerem steht das Konzept des Vorerwerbspreises bei der Ermittlung des Zollwerts auf EU-Ebene zur Diskussion. Die EU-Kommission hat nun einen Verordnungsentwurf zur Abschaffung des Vorerwerbspreises veröffentlicht.

Aufgrund des Vorerwerbspreiskonzeptes im EU-Zollrecht (Art 147 Abs. 1 ZK-DVO) ist es derzeit möglich, unter bestimmten Voraussetzungen in einer Lieferkette nicht den letzten Verkaufspreis vor der Einfuhr in die EU als Zollwert anzugeben, sondern den früherer Verkäufe oder sogar den des ersten Verkaufs in der Lieferkette. Da frühere Verkaufspreise in einer Lieferkette in der Regel niedriger sind als jeder folgende, führt diese Regelung zu einer unmittelbaren Einsparung von Einfuhrabgaben.

Der neue Entwurf der Durchführungsverordnung zum Union Zollkodex (UCC) der EU-Kommission sieht diese Möglichkeit nicht mehr vor.

Wir werden Sie auf dem Laufenden halten und Sie informieren, sobald die Durchführungsverordnung endgültig wird.

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