Ergebnisumrechnung von IAS/IFRS-Einzelabschlüssen ausländischer Gruppenmitglieder

Am 4. Februar 2014 veröffentlichte das Bundesministerium für Finanzen (BMF) eine Information zur Gruppenbesteuerung. Darin wird die Umrechnung von IAS/IFRS-Ergebnissen in ein nach österreichischen Abgabenvorschriften ermitteltes Ergebnis dargestellt und erläutert. Ziel der Korrekturrechnung ist die Berücksichtigung von Verlusten ausländischer Gruppenmitglieder im Rahmen der Gruppenbesteuerung.

Das Gruppenbesteuerungsregime des § 9 Körperschaftsteuergesetz (KStG) ermöglicht die Hinzurechnung von Verlusten ausländischer Gruppenmitglieder zum Gruppenergebnis in der Höhe des Beteiligungsverhältnisses, soweit die Voraussetzungen gemäß § 9 Abs 2 TS 2 (Vergleichbarkeit, Tochter eines inländischen Gruppenmitglieds/-trägers) erfüllt sind. Für diesen Zweck muss jedoch die Ermittlung des ausländischen Verlustes nach österreichischen Vorschriften erfolgen.

Grundsätzlich erfolgt die Umrechnung ausgehend vom ausländischen Steuerrecht und somit auf Basis der ausländischen Steuerbilanz. Insoweit das ausländische Steuerrecht jedoch erhebliche Unterschiede zum österreichischen Steuerrecht aufweist, ist anstelle der ausländischen Steuerbilanz der ausländische oder internationale Jahresabschluss als Basis heranzuziehen (siehe auch Körperschaftsteuerrichtlinien des BMF – KStR 2013 Rz 1081).

Die vorliegende Information des BMF (BMF 4.2.2014, BMF-010203/0023-VI/6/2014) zeigt nun die Vorgehensweise für den Fall, dass als Grundlage für die Ergebnisumrechnung ein Einzelabschluss nach IAS/IFRS vorliegt. In dem Schreiben werden die wesentlichen Bilanzierungsunterschiede zwischen IAS/IFRS und den österreichischen Gewinnermittlungsvorschriften für die bedeutendsten Bilanzpositionen dargestellt und der entsprechende Korrekturbedarf erläutert. Zudem enthält das Informationsschreiben eine überblicksartige „ Umrechnungs-Check-Liste“.