Sachbezugswerte für Dienstautos werden angehoben!

Ab 1. März 2014 kommt es zu einer wesentlichen Änderung bei der Besteuerung von Firmen Pkws – die Anpassungen im Überblick:

Mit der Adaptierung der Sachbezugswerteverordnung kommt es zu einer Anhebung der Höchstwerte für den Sachbezug Pkw. Der in § 4 Abs 1 SB-VO festgelegte maximale Sachbezugswert in Höhe von bisher 600 € beträgt nunmehr 720 €. Der halbe Sachbezugswert (bei Privatfahrten von max. 500 km pro Monat) wird ebenfalls von 300 € auf 360 € angehoben.

Dies entspricht dem Vorhaben der Koalitionsvereinbarung vom Dezember 2013.

Überblick

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voller Sachbezugswert: 1,5 % der Bemessungsgrundlage max. 600 € max. 720 €
halber Sachbezugswert: 0,75 % der Bemessungsgrundlage max. 300 € max. 360 €

Was bedeutet dies nun für die Praxis?

Ab 1. März 2014 sind nun die alten Werte auf die neuen zu korrigieren. In der zukünftigen GPLA Praxis wird der Prüfer darauf achten, ob die Werte in der Gehaltsverrechnung angepasst worden sind. Nach wie vor bleibt das Fahrtenbuch ein inhaltlicher Schwerpunkt der Prüfung – beim halben Sachbezug ist dieser Nachweis ein Muss!

Wie bereits berichtet, entfällt seit 1. Mai 2013 außerdem die Pendlerpauschale für jene Dienstnehmer, die ein arbeitgebereigenes KFZ für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte benützen. Der Entfall der Pendlerpauschale und nun die Erhöhung des Pkw Sachbezuges führen damit de facto zu einer höheren Steuerbelastung.

Eine doppelte Schlechterstellung dieser Personengruppen – eine Aussicht auf Verbesserung ist nicht in Sicht!