Update zur Umsatzsteuerbetrugsbekämpfungsverordnung: Wer ist betroffen?

Die Umsatzsteuerbetrugsbekämpfungsverordnung (UStBBKV) trat mit 1. Jänner 2014 in Kraft. Das Bundesministerium für Finanzen veröffentlichte nun zur Erläuterung der häufigsten Fragen eine FAQ-Seite.

Wie bereits in unserem Newsletter vom 29. November 2013 berichtet, kommt es durch die Verordnung zu einem Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger bei betrugsanfälligen Leistungen (§ 2 UStBBKV). Mit zahlreichen Beispielen erläutert das BMF nun in den FAQ unter anderem, wie die Entgeltsgrenze von 5.000 € bei der Lieferung von Laptops und Tablets auszulegen ist und wer als Wiederverkäufer von Gas oder Elektrizität einzustufen ist.

Nicht genauer erläutert wird der Punkt Lieferungen von Metallen (§ 2 Z 4 UStBBKV), welcher in der Praxis bereits für einige Überraschungen gesorgt hat. Die UStBBKV verweist auf die Kombinierte Nomenklatur, die abschließend bestimmt, bei welchen Metallen das Reverse-Charge-System zur Anwendung kommt. Hier ist große Vorsicht geboten, da die Verordnung auch Unternehmen betreffen
kann, die eines der aufgelisteten Metalle in ihren Produkten verarbeiten, beispielsweise auch Möbelhändler, Fensterhändler oder Unternehmen aus dem Sanitärbereich. In diesem Zusammenhang hat die Wirtschaftskammer eine unverbindliche Liste veröffentlicht, in der die von der UStBBKV erfassten Metalle/Produkte aufgelistet sind.

Wir empfehlen daher, die eigene Produktpalette kritisch durchzusehen und zu analysieren, ob das eigene Unternehmen von der Verordnung betroffen ist. Sollte dies der Fall sein, sollten alle Rechnungen, die seit 1. Jänner 2014 ausgestellt worden sind, berichtigt werden.

Haben Sie Fragen zur Umsatzsteuerbetrugsverordnung oder benötigen Sie Unterstützung bei der Umsetzung der neuen Regeln in Ihrem ERP System? Unsere Spezialisten für Umsatzsteuer und IT stehen gerne zu Ihrer Verfügung!

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