Steuerreform 2015/2016: 10%iger USt-Satz für bestimmte Münzen entfällt

Aufgrund des Steuerreformgesetzes entsteht Handlungsbedarf für Banken betreffend Umsätze mit bestimmten Münzen, die keiner Steuerbefreiung unterliegen. Der ermäßigte Steuersatz von 10 % auf Lieferungen und die Einfuhr von bestimmten Münzen entfällt per 1. Jänner 2016.

Die Umsatzsteuerbefreiung betreffend Münzen, die als gesetzliches Zahlungsmittel gelten (§ 6 Abs 1 Z 8 lit b UStG), sowie für die Lieferung von bestimmten Goldmünzen (§ 6 Abs 1 Z 8 lit j UStG) bleibt unverändert.

Für Umsätze mit Münzen, die unter keine Steuerbefreiung fallen, gilt grundsätzlich ein Steuersatz von 20 %.

Bisher war jedoch ein ermäßigter Steuersatz von 10 % für Münzen und Medaillen aus Edelmetallen vorgesehen, wenn die Bemessungsgrundlage für deren Umsätze 250 % des zugrundeliegenden Metallwerts übersteigt (§ 10 Abs 2 Z 1 lit a UStG).

Dieser ermäßigte Steuersatz wird abgeschafft und ist nur noch auf Umsätze und sonstige Sachverhalte bis 31. Dezember 2015 anzuwenden. Daher wird eine entsprechende Anpassung in den Banken(vor)systemen erforderlich.