Sozialversicherung – Ausschüttungen an Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH

Schon bisher sind alle Ausschüttungen einer Kapitalgesellschaft dem Finanzamt zu melden. Seit 01. Jänner 2016 wurde die Kapitalertragsteuer-Anmeldung um den Punkt 4. Ausschüttungen an GSVG-pflichtige Gesellschafter-Geschäftsführer von GmbHs erweitert. Ab diesem Datum erhält die Sozialversicherungsanstalt (SVA) jedenfalls die notwendigen Informationen, um Ausschüttungen in der Beitragsgrundlage zu berücksichtigen.

Die Kapitalertragsteuer wird in den §§ 93ff EStG geregelt. Bei inländischen Einkünften aus Kapitalvermögen wird die Einkommensteuer durch die Kapitalertragsteuer abgegolten.

Ausschüttungen werden mittels Formular Ka 1 elektronisch oder direkt über FinanzOnline dem Finanzamt gemeldet.

Seit Beginn dieses Jahres wurde die Kapitalertragsteuer-Anmeldung um Angaben zu Ausschüttungen an Gesellschafter-Geschäftsführer von GmbHs, die GSVG-pflichtversichert sind, ergänzt. Anzugeben sind für jeden Gesellschafter-Geschäftsführer:

  • die jeweilige Sozialversicherungsnummer,
  • der Name und
  • der Bruttobetrag der Ausschüttung.

Die SVA erhält vom Finanzamt diese Daten, sodass die Ausschüttungen entsprechend den bisherigen gesetzlichen Bestimmungen in die GSVG-Beitragsgrundlage (Grenze: Höchstbeitragsgrundlage) miteinbezogen werden können. Dies gilt für geschäftsführende Gesellschafter einer GmbH, die gemäß § 2 Abs. 1 Z 3 und 4 GSVG pflichtversichert sind.

Gemäß Handbuch zur Kapitalertragsteuer-Anmeldung (Ka 1) des Bundesministeriums für Finanzen gilt die Angabe der oben genannten Daten unabhängig davon, ob die Ausschüttung steuerlich als Einlagenrückzahlung zu qualifizieren ist und ob die Ausschüttung zur sozialversicherungsrechtlichen Beitragsgrundlage gehört.

Somit empfehlen wir, bereits vor einer geplanten Ausschüttung die jeweilige steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Situation des einzelnen Gesellschafter-Geschäftsführers zu überprüfen. Gerne unterstützen wir Sie dabei.