Der Handwerkerbonus ist wieder da

Der Handwerkerbonus war grundsätzlich für die Förderung von Handwerkerleistungen in den Jahren 2014 und 2015 vorgesehen und ist danach ausgelaufen. Mit der derzeit vorliegenden Gesetzesnovelle soll die Förderung nun auch für die Jahre 2016 und 2017 wieder möglich sein.

Am 26. April 2016 wurde mit der Regierungsvorlage zum Bundesgesetz zur Förderung von Handwerkerleistungen eine Gesetzesnovelle im Entwurf veröffentlicht, mit welcher der sogenannte Handwerkerbonus für 2016 und 2017 wieder für einen begrenzten Zeitraum beantragbar sein soll.

Förderbar sollen Maßnahmen bzw. Handwerkerleistungen sein, die nach dem 31. Mai 2016 und vor dem 31. Dezember 2017 begonnen werden.

Wie auch bisher können höchstens 3.000 € (exklusive USt) an förderbaren Kosten geltend gemacht werden. Der Zuschuss ist zusätzlich mit 20 % der förderbaren Kosten gedeckelt. Somit beträgt der maximale Handwerkerbonus pro Förderungswerber und pro Jahr 600 €.

Mit dem Handwerkerbonus sollen ausschließlich Arbeitsleistungen (Materialkosten werden nicht gefördert) befugter Gewerbetreiber im Bereich der Wohnbaurenovierung, Wohnbauerhaltung und Wohnbaumodernisierung an Gebäudeteilen, die den eigenen Wohnzwecken des Förderungswerbers (dies kann etwa der Eigentümer oder Mieter sein) dienen, gefördert werden.

Schon bisher mussten Förderungswerber einen Nachweis darüber erbringen, dass die Zahlung für Handwerkerleistungen auch tatsächlich auf das Konto des Leistungserbringers eingegangen ist (etwa Kontoauszug). In Hinblick auf die Registrierkassenpflicht soll dieser Nachweis nunmehr auch durch einen entsprechenden Zahlungsbeleg erfolgen können, wodurch die Barzahlung der Handwerksleistung nicht mehr per se vom Handwerkerbonus ausgeschlossen ist.

Für die Förderungen der Jahre 2016 und 2017 sollen in Summe 40 Mio. € (inkl. Verwaltungskosten) zur Verfügung gestellt werden, wobei die Mittelverwendung im Jahr 2016 mit 20 Mio. € beschränkt ist.

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